1. Pleite nach 9 ungeschlagenen Spielen
| Meuroer SV | vs. | SpG Tettau-Frauendorf | 3:2 | (0:0) |
Die Kicker haben in der Fremde beim unbequemen Gegner, den Meuroer SV, nach 9 ungeschlagenen Spielen die 1. Pleite hinnehmen müssen und gegen den Drittletzten der Tabelle mit 2:3 verloren. Gegen einen Gegner, der wahrlich keine Bäume ausriss, doch die Kicker machten den Platzherren das Toreschießen zu leicht. Dabei war über weite Strecken der Partie kein großer Unterschied zwischen beiden Teams zu erkennen. Die Kicker machten aber den Meuroern zu viele Geschenke in Form von schweren Abwehrpatzern. Diese Partie war sicherlich nichts für Fußballästheten, denn unter dem Strich bleibt allerdings festzuhalten, dass beide Kontrahenten über lange Zeit nur magere Fußballkost boten. Lange Zeit bewegte sich das Spiel zwischen beiden Strafräumen ohne große Höhepunkte und ohne zwingende Chancen auf beiden Seiten. Eigentlich eine Partie zweier Gleichwertiger. Die Meuroer hatten nur das Glück, dass sie zu Treffern kamen, die sie von den Kickern geschenkt bekamen. Das Spiel begann zwar mit überfallartigen Angriffen der Platzherren, indem die Meuroer resolut die Zweikämpfe suchten und körperlich robust zur Sache gingen. Die Kicker waren darum bemüht, wenig Fehler zu machen und sich in der Anfangsphase schadlos zu halten. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass man sich auf die Defensive bedachte, um die Null möglichst lange zu halten. Bei den Kickern machte sich das Fehlen der Antriebskräfte im Mittelfeld wie Sebastian Kunze und San-Luca Rusch spürbar bemerkbar. Der weitere Verlauf war dann von vielen Fehlpässen und Zweikampf geführter Spielweise geprägt. Dann wurde die Begegnung etwas verbissener geführt, so dass beide Mannschaften in einer nur phasen- weise ansprechenden Partie bis zur Pause nichts mehr zustande brachten. In den ersten 45 Minuten war noch alles in Ordnung und ließ alle Hoffnungen auf Besseres im 2. Spielabschnitt offen. Im 2. Durchgang blieb das Spiel zunächst im Mittelfeld hängen. Dann neutralisierten sich beide Mannschaften mehr und mehr. Danach lief das Spiel zwar mehr schlecht als recht, der Gegner war jedoch auch nicht entscheidend besser und mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich ein ständiges Hin und Her, wobei man den Eindruck hatte, hier passiert in diesem Spiel nicht mehr viel. Doch nur gedacht, da klingelte auch schon der Wecker. Ein Freistoß von 35 m halblinker Position sprang an den 1. Pfosten und prallte vom Körper des Kicker- Torwarts Robert Nicolaus in die Nähe des 11-m-Punktes ins Feld zurück, wo Tino Wehner stand und im Nachschuss für die 1:0-Führung der Platzherren sorgte Von diesem Schockmoment erholt, rafften sich die Kicker deutlich auf mit dem Willen, die Begegnung noch auszugleichen. Dabei wurde Franz König von der robust und rauhbeinig zu Werke gehenden Abwehr der Meuroer in der 69. Minute schwer verletzt und musste ausscheiden. In der verbleibenden Restviertelstunde warf das Trainergespann René Erdmann und Uwe König die Mannschaft nach vorn, um wenigstens noch den Ausgleich möglich zu machen. Doch dieses erhebliche Gefühl wurde in der 76. Minute mit dem 2:0 zur weiteren Überraschung zerschlagen. Ein harmloser Angriff der Meuroer wurde mit einem Schuss aus der 2. Reihe auf das Kicker-Tor kanoniert. Den Ball konnte Schlußmann Robert Nicolaus nicht festhalten und prallte von seiner Brust genau auf den Fuß des nachsetzenden Tilo Scholz, der im Nachschuss auf 2:0 erhöhte. Nur 3 Minuten später (79.) keimte für die Kicker erneute Hoffnung auf, als Guido Lesche mit einem Freistoß von 20 m halbrechter Position den 2:1-Anschlusstreffer erzielte. Die Kicker stürmten nun mit Mann und Maus, um den möglichen Ausgleich zu erzielen, vernachlässigten dabei aber ihre Abwehr. Selbst Torwart Robert Nicolaus beteiligte sich im Anstoßkreis stehend am Angriffsspiel. So war es nicht verwunderlich, dass die Kicker damit ins eigene Messer liefen. 3 Minuten vor dem Ende (87.) ist der 43-jährige Routinier, Tilo Scholz, in der eigenen Hälfte in Ballbesitz und sah, dass Schlussmann Robert Nicolaus außerhalb des Kicker-Strafraumes stand, so riskierte er den Schuss und der Ball landete zum 3:1 im Kicker-Kasten. In der Schlussminute (90.) verursachte bei einem Angriff der Kicker der rauhbeinige Marko Grossert im Strafraum ein Handspiel, welches Strafstoss zur Folge hatte. Diesen Strafstoß verwandelte Benjamin Ebert zum erneuten 3:2-Anschlusstreffer. Mit dem Schlusspfiff war die 1. Pleite der Rückrunde perfekt, die bei konzentrierter Spielweise durchaus vermeldbar gewesen wäre.
Aufstellung: Robert Nicolaus - Paul Günther, Jan Sarodnick, Franz König (69./ Sebastian Baer), Guido Lesche, Benjamin Ebert, Maximilian Krüger, (c) Matthias Haarig (46./ Andreas Schmidt), Constantin Hess (57./ Avestin Wyatt Ränke), Richard Schüler, René Streich
Tore: 1:0 Tino Wehner (54.), 2:0 Tilo Scholz (76.), 2:1 Guido Lesche (79./ direkter Freistoß), 3:1 Tilo Scholz (87.) 3:2 Benjamin Ebert (90.)
Schiedsrichter: Tony Schadewald (Klettwitz)